Viña del Mar und Valparaiso.
Zwei getrennte Städte, aber in einander verschmolzen.
Sogar mit einer U-Bahn verbunden.

Haben noch Marcela (unsere Airbnb Vermieterin in Mendoza) im Ohr:

Valparaiso no es seguro.
Viña del Mar es mui linda
.“

Hören und lesen wir auch in Blogs.

Na gut, dann mieten wir uns in Viña del Mar ein.

Fehler.
Doppelter Fehler.

Viña del Mar.
Der Name das einzig Schöne.
Der Rest pott-häßlich.

Der Strand wäre eigentlich schön.
Breit.
Schöner Sand.

Doch dahinter ragen riesige Apartmentblocks auf.
Lokale an der Strandpromenade mit dem Charme von Tankstellen-Beiseln.
Alles wirkt in die Jahre gekommen.
Leicht abgef***t.
Dieser Look zieht sich durch alle Straßen Viña del Mars.

Fehler Nummer zwei:
Das Airbnb.
Echter Fehlgriff.

Lage super.
Ubahn nur 2min zu Fuß.
Größe, Zimmeraufteilung auch gut.

Aber:
Dreckig.
Nicht auf den ersten Blick.
Doch ab dem zweiten.
Uuäähhhh!!!

Mache später etwas, das ich fast sofort wieder bereue.
Doch das ist eine andere Geschichte.
Ein anderer Artikel.

Zur ganzen Story: Augen auf beim Beschweren bei Airbnb
Aber Achtung:
Graphic content!

Wieder zurück nach VIña del Mar.

Weil’s draußen nicht so der Burner ist, ziehen wir unser Frühstück in die Länge.

Laptop mit ORF On am Tisch.
Kitzbühel Wochenende.
Hahnenkamm Rennen.
Wir zeitversetzt mit dabei!!

Für den zweiten Tag hab ich uns einen Platz bei einer Free Walking Tour in Valparaiso gesichert.
Tour 4 Tips.
Führung gratis.
Am Ende gibst du dem Guide so viel Trinkgeld, wie’s dir wert ist.

Denke, ist besser in einer Gruppe unterwegs zu sein.
Von wegen „no es seguro„.

Auch ein Fehler.

Nein, nicht die Tour.
Die ist wirklich lässig.

Aber die Annahme Valparaiso sei so ein schlechtes Pflaster für Touris und ihre Habseligkeiten.

Fahren mit der Ubahn rüber.
System kennen wir schon.
Du musst eine extra Karte kaufen.
Und aufladen.

Aussteigen beim „Estación Puerto“.

Uh, Hafenviertel.
Verrufen.

Und was ist?
Nichts.

Fühlt sich nicht unsicherer an als in vielen anderen Städten.
Zumindest tagsüber.

Dafür ist Valparaiso eine echt coole Stadt.
Mischung aus vielen alten Bauten und contemporary Street Art.

Fahren mit einer der berühmten Standseilbahnen den Hügel rauf.
Hinauf in den Cerro Concepcion.

Dauert keine 3 Minuten.
Erspart das Hinauf-Stapfen der steilen Gassen.
Kostet heiße 100 Pesos (10 Cent).

Camillo, unser Guide, überhäuft uns mit Infos.

Puh, fast zu viel.
Alles interessant und spannend.
Aber drifte immer wieder ab.
Konzentriere mich mehr aufs Schauen.

Street Art.

Gestartet als ein Kunstprojekt Anfang der 1990er Jahre.
Mittlerweile DNA der Hafenstadt.
Werke anerkannter Koryphäen der Szene zieren die Hauswände.
Hotels, Cafes beauftragen Künstler ihre Fassaden zu gestalten.

Wie die Puerta Roja.
Eingangstür zu einem Hotel.
Heute angesagter Insta-Hotspot.

Stärkung zwischendurch.
Verkostung von selbst gemachten Alfajores Chilenos.
Ein typisches, südamerikanisches Gebäck.
Zwei Mürbteigkekse gefüllt mit Dulce de Leche (Karamell).

Süß und mächtig.

Kaufen sicherheitshalber noch welche für zu Hause.
3 Stück für 1.000 Pesos (1 Euro).

Erfahren noch eine Eigenheit der Stadt:

Gibt nur Freiwillige Feuerwehren in Valparaiso.
Aktuell 15.
Benannt nach Nationen.
Neben der deutschen eine italienische, englische, französische, belgische, spanische und israelische.

Gegründet von wohlhabenden emigrierten Geschäftsleuten.
Nach einem verheerender Großbrand im Dezember 1850.
Um weitere Brand-Katastrophen zu verhindern und ihre Immobilien zu schützen.
Die Deutschen als erste.
Stützpunkt direkt an der Plaza Sotomayor, dem Hauptplatz.

deutsche freiwillige feuerwehr in valparaiso

Nach 3 Stunden ist die Tour zu Ende.
Mir schwirrt der Kopf.

Trotzdem schade, dass wir morgen schon weiter fahren.

Hätte noch gerne die Tour „Offbeat“ abseits der Touristenpfade gemacht.

Tja.
Ist der Nachteil des Voraus-Buchens.
Da müssen wir weiter.
Auch wenn’s schöner ist, als gedacht.

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