Müssen vorausplanen.
Wir!
Die absoluten Nicht-Planer.

Aber:
Go with the flow“ ist nicht.

Nicht in Südamerika.
Nicht mit unserem Budget.

Wie heißt’s?

Von schnell, gut und billig muss immer einer gehen.

In unserem Fall:
Schnell (aka kurzfristig).

Sind seit Mendoza (Dezember) am Grübeln.

Was soll nach Santiago de Chile kommen?
Norden oder Süden Chiles?

Und danach?
Welches Land?
Überhaupt ein weiteres Land hier in Südamerika?

Wann wieder weg von Südamerika?
Wohin dann?

Klemmen hinter unseren Smartphones und Laptops.
Recherchieren eine Alternative nach der anderen.

Ist zeitaufwändig.
Denn für Südamerika gibt’s nicht so viele Blogs oder Travel Pages.

So was wie Lonely Planet kannst überhaupt vergessen (ich weiß, old school 😉).
Gibt immer nur Routen mit Auto oder Flug an.
War rausgeschmissenes Geld.

Bus- und Flugverbindungen also selbst zusammenklauben.
Über skyscanner.com, Google Flights.
Und busbud.com.

Haben mal wieder die Dimensionen Südamerikas unterschätzt.

Wissen grundsätzlich, dass Chile ein langgestreckes Land ist.

Aber 4.270 km?
Ist wie von Kopenhagen nach Neapel und zurück!

Dauert.
Lange.
Vor allem mit dem Bus.

Flüge sind ziemlich raus.
Nach Patagonien verlangen sie 900 Euro pro Person.
ONE WAY!

Süden Chiles landschaftlich total schön.
Doch näher an Österreich.
Nur mit Vulkanen im Hintergrund.

Norden?

Atacama Wüste.
Trockene Angelegenheit.
Kann aber für uns interessanter sein.

Wenn Richtung Norden – dann auch gleich „weiter“ nach Peru?

Titicaca See, Machu Picchu und sogar der Amazonas Regenwaldes wären nicht so weit.
Also für südamerikanische Verhältnisse.

Anreise etwas kompliziert:
Landweg mit dem Bus Chile – Peru zur Zeit nicht offen.
Müssten mit dem Bus über Bolivien.
Oder fliegen.
Teuer.

Aber hey!
Immerhin ein Weltwunder.
Der Machu Picchu.

Danach Abreise aus Südamerika über Lima.

Haben nämlich beschlossen, dass wir Chile plus maximal noch ein weiteres Land in Südamerika machen.

Warum?

Naja.
Einerseits belastet Südamerika unser Reisebudget mehr als gedacht.
Andererseits hat uns der Südamerika Vibe bisher (Argentinien & Uruguay) nicht so gepackt.

Sind überrascht, wie wenig des Lebens sich auf den Straßen abspielt.
Dachte eher, es sei wie in Italien oder Spanien.
Laut, lebendig, alle draußen auf irgendwelchen Plazas.

Fehlanzeige.

Eher verbarrikadiert zu Hause.
Fenster vergittert.
Fensterlädengerschlossen.
Hohe Mauern mit Stacheldraht.
Eingangstor fest verschlossen.

Schon tagsüber nicht viel Leben auf der Straße (abgesehen von Autos).
Oder in Cafes.
Abends dann auch die wenigen zu Hause.

Ohne Mietauto ist die Mobilität vor Ort sehr eingeschränkt.
Auf zu Fuß.
Oder Uber (wenn vorhanden).

Denn Mopeds gibt’s kaum.
Siehst du auch auf den Strassen sehr wenige.
Alle bevorzugen Auto.
Oder weil sicherer?

Moped Vermietung daher so gut wie inexistent.
Bzw. schon fast zum Preis eines Autos.

Außerdem sind als Südamerika-Newbies auch nicht sicher, ob’s so eine gute Idee ist.
Einfach in der Gegend mit dem Moped herumzugurken.

Auto scheidet aus Budgetgründen aus.

Aber auch aus Sicherheitsbedenken.

Will nicht ein offensichtliches Mietauto mit all unserem Gepäck und den Laptops drinnen stehen lassen, wenn wir wo unterwegs sind.
Vielleicht sind wir auch übervorsichtig …

Doch die Warnhinweise verfangen sich in meinem Kopf.

Vor allem jene, vor Raub mit Gewalt-Anwendung.
Weniger die Sorge ums eigene Leben.
Aber wenn sie uns das Handy abnehmen, haben wir den A**** offen.

Kein Zugang zu unseren Online Konten mehr.
Keine 2-Factor-Authentication mehr (ohne Face ID oder österreichische Sim).
Kein Neuinstallieren vieler Apps auf einem neuen Gerät ohne das alte.

finanz apps

Klopf, klopf, klopf.
Bisher keine schlechte Erfahrungen gemacht.

Andere schon.

Treffen ein englisches Paar.
Erzählen, wie ihr im Taxi sitzend die Gold-Kette von einem vorbeifahrenden Moped vom Hals gerissen wurde.
Ärgerlich.

Ist aber auch der Grund, warum bei mir die Fenster im Uber immer geschlossen sind.
Plus Tür verriegelt.
Hat mir mal ein Sizilianer beigebracht 😇

Zurück zur Reiseplanung.

Kein Auto.
Kein Moped.

Bedeutet:
Bei Zielen außerhalb unserer Gehweite sind wir auf Tour-Anbieter angewiesen.

Machen auch die meisten Touris hier.
Dafür nehmen sie aber auch gutes Geld.

Wenn du über eine Plattform wie getyourguide buchst nochmals plus 30%

In Peru besonders.
Tagesticket Machu Picchu pro Person bei ca. 300 Euro.
4 Tage Amazonas Regenwald ab 1.200 Euro pro Person.

Hinzu kommt:
Regenzeit.

Im Sommer ist in Peru Regenzeit.

Wolken, Nebel, keine Fernsicht am Machu Picchu.
Regengüsse, extreme Feuchtigkeit im Regenwald.

Macht keinen Sinn.

Peru wieder von der Liste.

Brasilien?

Amazonas auch Regenzeit (siehe Peru).
Karnevalszeit in RIo.
Geil.
Aber Hochsaison-Preise.
Vor allem kurzfristig.
Müssten mehr im Vorhinein buchen (oder mehr Geld zur Verfügung haben, haha).

Also Chile.
Nur Chile.

Richtung Norden.
Bis zur Atacama Wüste und zurück nach Santiago.

Wie lange?

Entscheidet der Flugpreis.

Von Santiago nach …

Ja, WOHIN eigentlich?

Gleich zurück nach Österreich?
Das Jahr ist bald voll.

Hm.

Das geht sich im Kopf grad noch gar nicht aus.

Direkt aus dem Voll-Reise-Modus wieder zurück.

Brauche eine Art Cool Down.
Zum Runterkommen vom Vielreisen.
Zum mental aufs Zurückkommen einstellen.
Und auch ganz praktisch vorbereiten.

Haben ja weder Wohnung noch Job in Österreich.

Ein Blick genügt.

Asien!

Thailand.
Wegen Inseln, Meer und Wahnsinns-Essen.

Bali.
Weil Bali, haha.

Bin wie ein Trüffelschwein auf Google Flights unterwegs.

Alle mögliche Flugoptionen.
Über Sao Paolo.
Über USA.

Schlussendlich die günstigste Variante nach Bangkok:
Über Canada.
Santiago – Toronto – Vancouver – Bangkok.
47,5 Stunden.

698 Euro pro Person.
Plus 75 Euro für Gepäck.
Plus 48 Euro Sitzplatzwahl für den 16-Stunden-Flug Vancouver – Bangkok.

Abflug 04. Februar.

Jetzt „nur“ noch die Tage dazwischen planen.

Interessante Orte recherchieren.
Plus Busverbindungen und Unterkünfte.

In welchem Stadtviertel wohnen?
Welche Unterkünfte gibt’s?
Wie ist die Umgebung der potenziellen Unterkünfte?

Airbnb und Google Maps als unsere Tools.

Wunschlisten.
Bookmarks.
Screenshots.
Und ganz analog mit Papier und Kugelschreiber.

Fragen gleich Carolina, ob wir wieder bei ihr wohnen können.
Buchen direkt.
Ersparen uns die Airbnb Kosten, yeah!

UFF.
Sind erledigt.
Bis Abreise Atacama Wüste alles organisiert.

Richtig komisches Gefühl.
Fast ein bisserl eingeengt.

Ist wohl das berühmte „Aus der Komfortzone“ beim Reisen, haha.

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