Es geht weiter!
Nach La Serena.

Beliebter Badeort.
Soll einen schönen Strand haben.

Für uns hauptsächlich Ausgangspunkt für Exkursionen zu den Humbolt Pinguinen.
Denn wenn wir schon nicht in den Süden zu den Pinguinen kommen, dann wenigstens hier im Norden!

2 Tage in unserer Planung vorgesehen:

1 Tag „Pause“ in La Serena.
1 Tag mit früh aufstehen für die Pinguine.

Starten früh um 08.30 in Santiago los.
Bus geht um 10.00.

Diesmal vom Terminal Alamada.
Von dort gehen alle Fahrten in den Norden Chiles.
Liegt direkt neben Terminal Sul, wo wir angekommen sind.

Der Terminal Alamada ist ein bisschen übersichtlicher.
Aber auch nicht schöner.
Oder moderner.

Wie immer viel Security.

09.45
Sehen einige Busse um 10.00 nach Serena.
Nur keinen von „Romani„, unserem Operator.

Rutsche bisserl nervös herum.
Warum kommen immer unsere Busse so spät?

Fünf vor zehn biegt er dann doch ein.

Bemerke nach dem Verlassen des Busbahnhof jede Menge Großhändler für Second Hand Kleidung.

Große Ballen Kleidung.
Schuhe und Taschen.
In Plastik verschweißt.
Bereit zum Weiterverkauf.

Chile.
Drehscheibe für gebrauchte und unverkaufte Textilien aus der ganzen Welt.
59.000 Tonnen Altkleidung jährlich.
Kommen über den zollfrei Hafen in Iquique.

Und was nicht weiterverkauft werden kann?
Landet in der Atacama Wüste.
Riesige „Kleidungs-Dünen“ durchziehen mittlerweile die Wüste. (Für mehr Details: hier ein ARD Weltspiegel-Bericht)

Sondermüll.
Großteils Polyester.
Abbauzeit: 200 Jahre.
Versetzt mit gesundheits- und umweltgefährdende Chemikalien.

Sch*** Fast Fashion.

Blicke an mir runter.
H&M T-Shirt.
Würde ich zu Hause dann in die Altkleider Sammlung geben.

Aber ob das so gut ist, wie ich meine?
Und :
Schon das Einkaufen bei H&M ist das Problem.

Die günstigen Preise sind verlockend.
Vor allem, wenn das Budget grad knapp ist.

Muss das für mich noch ausbalancieren.
Auf alle Fälle WENIGER kaufen.

Ist mir auf dieser Reise so wirklich bewusst geworden.
Wie viel ZU VIEL ich eigentlich an Kleidung hab.

Memo to myself:

Ausmisten, wenn ich zurück bin.
Kleidung strategischer planen.
Weniger Teile.
Dafür besser kombinierbar.

Busfahrt nach La Serena verläuft unspektakulär.
Diese Semi Cama Busse sind schon super bequem!
Sehr angenehm!
Auch wenn’s dieses Mal „nur“ 7 Stunden sind.

Busbahnhof La Serena.
Wohltuend klein.
Übersichtlich.

Wie gewohnt mit Uber zum Airbnb.

Finden zuerst das Eingangstor nicht.
Laufen zweimal daran vorbei.
Dabei wäre es eh riesig.

Das Apartment-Haus hat eigene Security.
Mit Kamera beim Eingangstor.
Musst läuten, um reinzukommen.

Die Gegend ist, sagen wir, speziell.
Vor allem die Quergasse, in die unser Apartment schaut.

Ist der quasi Stadtrand.
Mit Bruchbuden-artigen Häusern.
Sowie nachts mit ausgiebig feiernd grölenden Männern.

Abgesehen davon ist nach Sonnenuntergang rund herum alles fest verriegelt und menschenleer.

Unser Airbnb ist okay.
Zweckmäßig.
Schon mit der Intention des Vermietens nur mit dem Notwendigsten eingerichtet.

Kommunikation über Airbnb teilweise automatisiert über einen Bot:
„Hallo Claudia.Huber1809“
Fühlt sich nicht sehr persönlich an, haha.

Ein Handtuch fehlt.
Der Fußboden länger nicht aufgewischt.
Meine weißen Socken nach 2 Minuten mehr als waschmaschinen-reif.

Anyway.
Ist ja nur für 3 Nächte.

Noch schnell einkaufen.
In den 5 min entfernten Unimarkt.
Riesiger Supermarkt.

Drinnen begegnet uns ein Hund.
Vor der Käse-Theke.
Dürfte Vegetarier sein!

Security mit Helm, Schlagstock und schweren Boots fehlt natürlich auch nicht.

Nächster Tag.
Rundgang in La Serena.

Zentrum eigentlich ganz nett.
Mit einer Begegnungszonen-artigen Einkaufsstraße.
Der Park-ähnlichen Plaza de Armas.
Dazwischen immer wieder Bauten aus der spanischen Kolonialzeit.

Dafür vorne am Strand wirklich, wirklich hässlich.

Apartment-Hochhäuser türmen sich vorm Strand auf.
Irgendetwas zwischen 15 und 20 Stock.

Darüber kreisen …

GEIER!!!

Tatsächlich.

Jede Menge Geier!

Drehen über den Hochhaus-Türmen ihre Runden.

Habe noch nie so viele auf einem Fleck gesehen.
Lassen sich auf den Dächern nieder.
Spannen ihre Flügel auf.

Hitchcocks „Die Vögel“ auf chilenisch.
Spooky.

Morgen wird uns Filippe, unser Guide, über die Geier aufklären:

Nahe der Hochhäuser ist eine illegale Mülldeponie.
Wo die Geier einfacher Nahrung finden als in der freien Natur.
Also haben sie sich hier häuslich nieder gelassen.

Smart guys!!

Kurzer Spaziergang vorne am Strand.

Wäre eigentlich ganz nett.
Mit vielen unterschiedlichen Vögeln.
Auf diese ist La Serena auch mächtig stolz.

Aber ansonsten wie gesagt häßlich verbaut.
Ohne jeglichen Charme.
Der stark bewölkte Himmel macht’s jetzt auch nicht gerade besser.

Früher Rückzug in unser Airbnb.
Müssen ja sowieso morgen Früh raus.
Zu den Humbolt Pinguinen!

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