Einmal geht noch.
Einmal noch Busfahren in Chile.
Von Santa Cruz nach Santiago.
Wieder überpünktlich am Busbahnhof.
Die richtigen Tickets in der Tasche.
Was allerdings nirgends ersichtlich ist, ist dass unser Bus (eh klar unserer) nicht im Busbahnhof stehen bleibt.
Sondern VOR dem Busbahnhof.
Direkt auf der Hauptstrasse.
Hätte uns nicht der Ticketverkäufer gesehen, bei dem wir zwei Tage vorher die Tickets gekauft haben,
wir würde noch immer brav im Busbahnhof sitzen.
Sprinten im Renntempo auf die Hauptstrasse (wie gut, dass unsere Ortlieb-Taschen Rollen haben!).
Der Bus eigentlich schon im Losfahren.
Taschen verstaut.
Schnelles Foto.
Arno:
„CLAUDIA!!!! Der Bus FÄHRT!!„
Okay, okay.
Rein in den Bus.
Foto musste sein.
Sonst könnte ich’s jetzt ja nicht in den Artikel geben.




Einmal noch Terminal Sur in Santiago.
Wo wir nach unserer Grenz-Odyssee das erste mal in Santiago aufgeschlagen sind.
Damals um 23.00.
Jetzt um 14:30.
Definitiv angenehmer.
Wuseliges Treiben.
Dennoch wird mir dieser Busbahnhof nicht fehlen.
Einchecken in Carolinas Apartment.
Ist fast wie nach Hause kommen.
Wissen schon genau, wo wir was verstauen.
Schnell auspacken.
Dann einkaufen gehen (auch da wissen wir schon wo wir was bekommen, hurra!!).

Doch.
Halt.
Wo ist meine Matte????
Liegt normaler Weise oben auf in meiner Tasche.
Jetzt nichts.
Keine Matte.
F*CK!
Habe sie in Santa Cruz noch feucht abgewischt.
Zum Trocknen über einen Stuhl gehängt.
Da hängt sie noch immer.
Mittlerweile wohl schon gut trocken.
Verdammt.
Das schmerzt grad doppelt.
Erstens, weil das tägliche Matten-Ausrollen zu meiner fixen Morgenroutine geworden ist.
Zweitens und wichtiger:
Weil sie ein Geschenk meines Neffen ist.
Mich schon die gesamte Reise begleitet.
Arno sieht meinen traurigen Blick.
Hat eine Idee.
DIE Idee:
„Frag doch den Aibbnb Vermieter, ob er sie dir nicht mit dem Bus nach Santiago schicken kann.
Arbeitet ja ohnehin am Busbahnhof.„
Das ist mein Mann 😍🥰
Wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe,
behält er den klaren, pragmatischen Durchblick.
Luis antwortet sofort auf meine Frage.
Kein Problem.
Macht er gleich morgen.
Sagt mir noch, welcher Bus es ist.
Will ihm die Kosten via Airbnb erstatten.
Antwort ist ein simples:
No.
Nächster Morgen kurz nach 9 die Nachtricht:
Meine Matte ist unterwegs.
Kommt gegen 12:20 in Santiago an.
Mit dem Busunternehmen Transantini.
Soll am Bahnsteig warten.
Hey cool, mit Transantini sind auch gefahren.
Weiß, wo der stehenbleibt!
Luis schickt sogar noch ein Foto, in welches SAckerl er die Matte gegeben hat.
Und den Namen vom Schaffner.
Jorge Lopez.
Nach ihm soll ich fragen.
Wahnsinn.
So, so super lieb von Luis!!!!!



Starten um 11:20 los.
Will ja meine Matte nicht verpassen!
Diesmal mit der Ubahn.
Zum ersten Mal in Santiago.
Wie gewohnt:
Extra Karte kaufen.
Heißt hier bip!
Aufladen.
Geht ebenfalls wie gewohnt nur mit Cash (zum Glück ist ein Bankomat in der Ubahn Station).



Und wieder zum Terminal Sur.
War doch nicht das letzte Mal gestern, haha.
Fragen am Transantini Schalter, wo der Bus ankommt.
Wo’s dem Fahrer gefällt.
Kann überall am Busbahnhof sein.
Und der ist nicht gerade klein.
Bringen uns gegenüber von der Einfahrt in Stellung.
Sind auf Position!
Bereit los zu sprinten, sobald der Bus einfährt.

Ist 12.00.
Noch jede Menge Zeit.
Stelle mich auf längeres Warten ein.
Der Bus kann ja auch Verspätung haben.
Ein ständiges Kommen und Fahren der Busse.
Bus-Ballet.
DA!!!
Ein Transantini Bus.
Mit „Santiago“ Aufschrift!
Das ist er!!
Ich dem Bus hinterher.
Arno mir hinterher.
Beim Bahnsteig.
Schnauf.
Gepäck wird gerade ausgeladen.
„Jorge Lopez?„
„Si?„
Pfeif auf Google Translate.
Zeig einfach das Foto, das mir Luis geschickt hat.
Keine Minute später halte ich meine Matte wieder in Händen.
Kann’s kaum glauben.
Bin im Glück.




Am nächsten Morgen schon wieder back to normal.
Matte ausgerollt!
Nutzen die restliche Zeit in Santiago zur Reiseplanung.
Nächster Stopp Thailand.
Wieder Asien.
Zum Cooldown unserer Reise (Und jetzt? Wie weiter? Ein Einblick in unser Planungschaos).
Also Guesthouse in Bangkok checken.
Danach weiter ans Meer.
Auf eine Insel.
Scanne fast alle Inseln.
Puh, der Februar ist gut gebucht.
Eher die Frage, auf welcher Insel gibt’s noch ein nettes Guesthouse für uns!
Nach zig Wunschlisten Pause angesagt.
Gönnen wir uns nochmal einen feinen Carmenere!
In Asien ist dann ohnehin wieder Wein-Wüste.

